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Hochsensible haben eine langsamere Auffassungsgabe! Stimmt's?

Heute muss alles ratzfatz gehen.

 

Auf Dich können - je nach Arbeitsplatz - täglich unzählige Emails einprasseln. Vom ständigen Telefongeklingel zwischendurch mal ganz abgesehen. Schnelligkeit ist gefragt.

 

Vielleicht macht's mittendrin auch noch "Pling" und Dein Handy meldet Dir einen Eingang. Wahrscheinlich ebenso wichtig wie Deine Arbeit, weshalb Du natürlich darauf dann auch noch reagieren musst.

 

Auch wenn dein Terminkalender mit Meetings und Projektbetreuungen schon komplett voll ist, willst Du Dich zum Mittagessen ja auch noch verabreden. Das ist meist auch nicht unbedingt mit nur einem Austausch getan. 

 

Dein Arbeitstag ist häufig lang und Zuhause arbeitest Du dann "Kleinigkeiten" auch noch schnell auf. 

 

Wer erkennt sich hieraus wieder? So oder so ähnlich läuft ein Arbeitstag ab. Du kommst gar nicht mehr zur Besinnung. Ein Grund, weshalb Du von Montag bis Freitag und von Urlaub zu Urlaub lebst. Das erstmal dazu.

Woran es liegen kann, dass Hochsensible glauben, dass sie zu langsam sind

Zuallererst gestatte mir die Frage, ob Du der Meinung bist, dass Dein Job für Dich der richtige ist?

 

Wenn Du bisher noch nichts über Hochsensibilität wusstest und Dir langsam klar geworden ist, was das mit Dir zutun hat, liegt darin der entscheidende Grund.

 

Ein hochsensibles Gehirn ist deutlich aktiver als bei einem "normal" fühlenden Menschen. Durch Reize von außen, die Hochsensible anders verarbeiten, versucht sich das Gehirn aktiv zu schützen. Erst recht, wenn sie Scanner und vielbegabt sind.

 

Mag sein, dass andere nicht so in der Breite und Tiefe denken, bevor sie ins Tun kommen. Das vernetzte Denken Hochsensibler ist einer ihrer Stärken. Schon möglich, dass ihnen das manchmal auch im Weg steht. Während Du denen gehörst, die nachdem Zuhören sofort loslegen und Dich ans Umsetzen machst, gehen Hochsensible erstmal in sich.

 

Muss nicht so sein, trifft aber oftmals zu. Das könntest Du als zu "langsam" ansehen. Spielt das Tempo eines Jobs eine große Rolle, wirst Du das Gefühl bekommen, dem niemals gerecht werden zu können.

Weshalb mein Augenmerk auf dem für Dich "passenden" Job liegt

Da selbst hochsensibel und "vielbegabt", sieht mein früherer Lebenslauf zum Teil katastrophal aus. Ich bin von Haus aus schüchtern, auch wenn Du es mir nur noch selten anmerkst. Aber hochsensibel? Davon war ich gedanklich weit entfernt - dachte ich.

 

Deshalb habe ich, obgleich viele Talente und Interessen, bei der Auswahl meiner Jobs öfter ins "Klo" gegriffen. Es gab aber auch Abschnitte, die 8 Jahre und länger waren. Sicherheit war mir besonders nach einem Auf und Ab doch wieder sehr wichtig.

 

Einen "sicheren Job" zu haben kann, auch lähmend und langweilig sein. Deshalb bin ich bei meinem letzten Job vor meiner Freiberuflichkeit ausgebrochen und bin meinen Interessen nachgegangen. Ich habe viel freie Zeit und die Wochenenden in eine Coachingausbildung gesteckt.

 

Schnell merkte ich, dass ich mehr und noch mehr wissen wollte. Mein Interesse an den Inhalten war nicht nur geweckt, sondern langsam fing ich Feuer. Wie ich heute weiß, genau die passende Arbeit für mich. Hochsensible brauchen außerdem Arbeitsbedingungen, in denen sie entspannt bleiben können. Zum Beispiel in einem Einzel- statt in einem Großraumbüro.

 

Sie eignen sich zum Beispiel für Jobs als Coach, Therapeut oder Berater. Sie sind auch gerne Lehrer oder Dozent, Arzt oder Heilpraktiker, Anwalt oder Sozialarbeiter. Das sind nur ein paar Beispiele, die natürlich von der Bildung und dem Naturell desjenigen abhängen. Hochsensibilität ist ein Begriff, weder eine Modeerscheinung noch eine Krankheit. Sie selbst allerdings fühlen sich häufig deshalb unzulänglich und als Außenseiter.

Hochsensible sollten sich im Beruf auf ihr geniales Potenzial konzentrieren

An mir selbst kann ich erkennen, wohin mich der "passende Job" geführt hat. 

 

"Ich hab noch nie so viel gearbeitet!" habe ich in den zurückliegenden Jahren oft geäußert. Doch ich bin selten in einer Arbeit so aufgegangen und war so engagiert, wie ich es als Coach, Trainerin und Mentorin bin.

 

Deshalb bin ich der Meinung, dass es extrem wichtig ist nicht nur den passenden Job zu haben, sondern auch das geniale Potenzial zu leben. Du kannst Dir und anderen erst unter Beweis stellen, was Du kannst, wenn Du an einem Arbeitsplatz bist, an dem Du deine Fähigkeiten und Stärken zeigen kannst. Dann stellt sich automatisch der Erfolg ein. 

 

Wovon ich spreche, wenn ich das Potenzial Hochsensibler meine:

 

✔️ Gutes Hinhören, merken von Details.

✔️ Tiefe Verarbeitung von Informationen.

✔️ Vernetztes Denken, lösungsorientiertes Handeln.

✔️ Analysieren, sich in Themen vertiefen können.

✔️ Aufmerksamkeit für kleinste Veränderungen.

✔️ Ausgeprägte Intuition.

✔️ Hinterfragen und reflektieren eigener und anderer Gedanken.

✔️ Kreativität, Vorstellungskraft und Fantasie.

 

Je nach Typus, ließe sich diese Liste noch um vieles ergänzen. Oftmals schauen Diejenigen selbst aber nur auf Ihre Unzulänglichkeiten. Unangenehme Emotionen wie, Scham, Wut (auf sich selbst), Hilflosigkeit oder Ärger vermindern ihr Selbstwertgefühl.

 

Ich hab mir auf die Fahne geschrieben, den Hochsensiblen Unterstützung zu geben. Sie sollen nicht wie ich damals, daran verzweifeln, weil sie merken, dass sie es schwerer im Berufsleben. Ständige Jobwechsel können die Lösung nicht sein. Daher schauen wir gemeinsam im Coaching sehr genau hin. Du musst Dich nicht länger abstrampeln. Lass Dein Berufsleben leichter an Dir abprallen und beende den Dauerstress.