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5 Anzeichen, die dafür sprechen, dass Du hochsensibel sein könntest

Über Hochsensibilität wird heutzutage mehr gesprochen, als es früher der Fall war. Obgleich die Forschung noch immer in den Anfängen steckt, weiß man inzwischen die Menschen, die hochsensibel sind, besser einzuschätzen. Einer, der sich damit sehr gut auskennt, ist der Schweizer Dr. Patrice Wyrsch. Er forscht auf diesem Gebiet seit 2015 und hat seine Doktorarbeit über dieses Thema geschrieben.

 

Für die Hochsensibilität oder, wie Dr. Wyrsch sagt, Neurosensitivität,  gibt's Anzeichen aufgrund dessen Du a) einen Test und b) tiefer in das Thema einsteigen kannst, um Erklärungen zu finden. Das tut richtig gut!

1. Mit Stress und Leistungsdruck kannst Du schwer umgehen

Sehr sensitive Menschen können nicht nur schwerer mit Stress und Leistungsdruck umgehen, sondern sind durch ihre Empfänglichkeit für Reize ohnehin chronisch im Stress. Ihre Herausforderungen sind im täglichen Joballtag die, mit Unruhe, Hektik, hohen Geräuschpegeln oder unter Druck arbeiten zu müssen.

 

Hochsensible Menschen kämpfen sich teilweise durch den Arbeitsalltag, ohne überhaupt zu wissen, warum das so ist. Sie fühlen sich schneller gestresst, suchen Ruhe und Rückzug oder kommen mit ihren Arbeitsbedingungen weniger gut klar. Wenn Du nicht weißt, womit Dein Stress zusammenhängt, versuchst Du oft vergeblich mit alles zu Händeln. 

2. Du reagierst stärker auf Reize als andere und erntest Unverständnis

"Blende das doch einfach aus...!" Diesen Satz habe ich zu hören bekommen, als ich mich in meiner Konzentration auf ein Gespräch gestört fühlte, weil einer meiner Tischnachbarn laut sprach.

 

Zigarettenrauch, obwohl ich selbst mal geraucht habe, inzwischen ekelhaft und unerträglich. Zwischen den Zeilen lesen und auf Dinge kommen, über die andere mehr als erstaunt sind, sind für mich ganz normal. Für mich geht Selbstreflexion auch ganz automatisch. Ich erkenne, nicht nur andere sehr gut, sondern auch mich selbst.

 

Spüren, wenn es jemandem nicht gut geht, sehen, was andere nicht sehen (können) oder erkennen, welche Zusammenhänge zu etwas führen - für mich ganz normal. Doch wie oft bin ich mit genau diesen Dingen auch schon aufgefallen oder habe Unverständnis geerntet.

 

Normal sensible Personen reagieren wenig bis gar nicht auf äußere Reize. Sie nehmen sie gar nicht erst wahr.

3. Du bist ein absoluter Empath und fühlst intensiv mit

Welche Filme fallen Dir ein, bei denen du Rotz und Wasser geheult hast? Auch wenn es nur eine alltägliche Serie ist, bist Du mit den Schauspielern und deren eingenommene Rollen total verbunden? Du kannst so intensiv mitfühlen, als würdest Du sie persönlich kennen? 

 

Kommen dir schnell die Tränen, wenn Du siehst, dass es jemandem nicht gut geht? Du bist offen dafür, zu hören, was gerade los ist? Deine Bereitschaft anderen Menschen zuzuhören, ist groß? 

 

Hochsensible lassen sich auf andere gerne ein, hören zu, helfen gern. Allerdings manchmal übersteigt das dann ihre Grenzen und stresst sie emotional. Abgrenzen ist hier sehr wichtig. Sonst würdest Du mitleiden, statt mitfühlen. Mitzuschwingen, mit den Gefühlen anderer ist ganz typisch und bewusst zu merken, dass etwas unstimmig ist, ist auch eine ihrer Stärken.

4. Du stellst Dich selbst häufig infrage - schwaches Selbstwertgefühl

Wenn man sich die Stärken Hochsensibler anschaut, gibt's keinen Grund für ein schwaches Selbstwertgefühl. Trotzdem erlebe ich immer wieder (phasenweise auch bei mir selbst), dass starke Selbstzweifel dazu führen, dass der Selbstwert leidet. Oder umgekehrt leidet Dein Selbstwert, weil Du stark an Dir und Deinem Können leidest.

 

Wenn Du aber immer wieder hörst (schon als Kind), dass Du zu sensibel und schüchtern bist, man Dir kaum etwas zutraut, glaubst Du das irgendwann. Du bist nicht von Dir überzeugt, erkennst Deine Fähigkeiten und Dein Potenzial nicht und erfasst Deinen (Selbst-)Wert nicht. Das ist gerade unter Hochsensiblen oft festzustellen. Deshalb gehört die Stärkung des Selbstwerts auch zu meinem Coaching-Programm.

5. Vernetztes Denken: Du ziehst gerne alle Möglichkeiten in Betracht

Hierbei denke ich an eine Bekannte, wenn sie verabredet war, haarklein Wege und Möglichkeiten, die zu ihr führen, aufzugeben. Dabei bedachte sie alles und teilte das auch den Besuchern mit. Was dazu führte, dass wir mit einem Schmunzeln ihre Emails lasen.

 

Oder, wenn ich an mich selbst denke: Als Seminarteilnehmerin, wurde ich grundsätzlich gerne angesprochen, weil man mir mein intensives Zuhören ansehen konnte. Ich fragte schnell etwas zum Inhalt, war oft schon beim nächsten Schritt. Leider war das Verdauen des Seminars am Ende des Tages schwierig, weil ich so viel aufgenommen hatte. Dafür waren die Nächte kurz. Denn dann musste ich ja alles erst verarbeiten.

 

Es gibt noch so viel mehr und typische Merkmale für Hochsensibilität, dass ich gerne einen Test empfehle, weil dadurch mehr Klarheit entsteht. Wobei der Forscher Dr. Patrice Wyrsch den Begriff Neurosensitivität für passender hält. Wen das interessiert, kann auch das nachlesen: Sensitivitätstypen.

 

Mein Coaching richtet sich an die berufstätigen, selbstständigen Hochsensiblen. Denn beruflich gibt's Vieles zu bedenken, was sich als Stolperstein in der Berufskarriere zeigen kann.