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Überempfindlich, anspruchsvoll, verweichlicht, nicht belastbar? Von wegen!

So werden sehr sensitive Menschen oft gesehen. Die Bezeichnung HOCHSENSIBILITÄT trägt auch nicht gerade dazu bei, sich die vielen positiven Seiten der Medaille anzusehen.

 

Dieses Bild möchte ich etwas geraderücken und damit eine Lanze für hochsensible Menschen brechen.

Verweichlicht oder Weicheier: Menschen die nichts gebacken kriegen?

"Wenn Du so verweichlicht bist, fehlt Dir eine wohl harte Hand!"

 

Das war besonders früher die langläufige Meinung. Jemanden an die "Kandare" nehmen, damit auch ein zartbesaiteter Mensch in einer rauen Welt bestehen kann. So die Vorstellung, was mit solch "Luschen" und Weicheiern zu tun ist.

 

Puh! Kein Wunder, dass sich viele nicht als sensibel sehen und outen wollen. Daran scheint sich nichts geändert zu haben. Mit der Bezeichnung hochsensibel, bekommst Du zwar ein Label, was Dich in diesem Licht stehen lässt, aber Gott sei Dank nicht nur. Zur Hochsensibilität gibt's so viele positive Facetten, die viele nicht kennen.

Statt Hochsensibilität besser Neurosensitivität?

Dr. Patrice Wyrsch und Prof. Michael Plüss (beide aus der Schweiz) haben sich der Forschung der Hochsensibilität verschrieben. Dr. Wyrsch hat daraufhin den Begriff Neurosensibilität geschaffen. 

 

Dr. Wyrsch ist es wichtig ist, dass sensitive Menschen zu ihren Fähigkeiten und ihrer erhöhten Wahrnehmung stehen. Im Vordergrund stehen viel zu oft die Schattenseiten der Medaille Hochsensibilität. Er wünscht sich, auch aufgrund der neuen Bezeichnung "Neurosensitivität" ein bessere Image und das Hervorheben der Sonnenseiten, die dem zugrunde liegen. Das wünscht er sich von besonders sensitiven Menschen:

  • Stärke die Sonnenseite Deiner erhöhten Wahrnehmung.
  •  (An-)erkenne deinen Wert für andere.
  •  Stehe für dich und deine erhöhte Wahrnehmung ein.

Hochsensibilität steht leider eher in einem negativen Fokus. Das wird jedoch diesem Thema in keinster Weise gerecht. Deshalb möchte ich mit meinem Coaching Angebot eine Lanze für gerade diese Menschen brechen 

Akzeptiere: Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Wahrnehmungslevel

Genau das sollten wir allen Menschen zugestehen. Diese hohe Wahrnehmungsfähigkeit basiert auf der (unterschiedlichen) Sensitivität des zentralen Nervensystems. Der eine hat sie kaum, ein anderer normal und wieder ein anderer eben sehr hoch.

 

Dr. Wyrsch hat das wissenschaftlich folgender Maßen definiert und unterschieden:

 

1. Erhöhtes Bewusstsein (bei Hochsensiblen eine erhöhte Aktivität der Insula, ein Hirnareal, dass mit generellem Bewusstsein in Verbindung gebracht wird.).

 

2. Erhöhte Empathie (eine Studie bei hochsensiblen Personen zeigt hier eine erhöhte Aktivität der Spiegelneuronen)

 

3. Tiefere Informationsverarbeitung (eine Studie zeigte, dass hochsensible Personen kreativer sind)

 

Diese drei Facetten können als Sonnenseite der Hochsensibilität bzw. Neurosensitivität verstanden werden. Die erhöhte Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen jedoch, könnte man als eine Schattenseite sehen, so Dr. Wyrsch.

 

4. Erhöhe Anfälligkeit für Überstimulation (Studien zeigen, dass Hochsensible Stress gefährdeter sind).

 

Hochsensibilität bzw. Neurosensitivität ist eine Wahrnehmungsfähigkeit, die ihre Sonnen- aber auch Schattenseiten hat. Also, so wie jede Medaille ihre zwei Seiten hat. 

So oder so: Hochsensibilität oder Neurosensitivität ist eine außergewöhnliche Kraft

Je weniger Menschen davon wissen und verstehen, desto mehr können sie damit anfangen. Wenn Du als Hochsensibler dann auch noch für Deine außergewöhnliche Wahrnehmungsfähigkeit schämst oder dem zu wenig Wert beimisst, desto schwieriger für Dich: Im Beruf, in Beziehungen, im Leben.

 

Denn wenn Du beginnst, Deine Konzentration auf das zu lenken, was Du kannst, auf Deine Talente, Fähigkeiten und Stärken, desto leichter kann Dir fallen, das schätzen zu lernen.

 

Warte nicht darauf, dass andere Dir dafür Wertschätzung und Anerkennung geben. Fang damit bei Dir selbst an und Du wirst sehen, dass Du es mit den richtigen Personen zu tun bekommst. Für Dich ist wichtig, dass Du mit Leuten zusammen bist, die Dich schätzen und anerkennen - mit allem, was zu Dir gehört.

 

Solltest Du Fragen haben oder mehr wissen wollen, freue ich mich über einen gemeinsamen Austausch!