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Hochsensibel? Worauf es für Dich im Job ankommt

Du bist sensibel, das weißt Du. Doch was es bedeutet hochsensibel und im "richtigen" Job zu sein, noch nicht? Hochsensibilität ist ein spannendes Thema - und so facettenreich. 

 

Doch eins möchte ich klarstellen: Nicht jede:r, der sensibel ist, ist gleichzeitig auch hochsensibel. Die wenigsten wissen es nur nicht. Ich kann Dir versichern, das Wissen darüber kann schon Einiges ändern.  

Der Weg zur Erkenntnis, dass auch ich hochsensibel bin

Das Thema kenne ich schon eine Weile und diverse Klienten kamen, ohne das zu wissen, zu mir. Immer auch, weil sie entweder kurz vorm Burnout standen, oder sich total gestresst und überfordert fühlten. Seit Jahren befasste ich mit dem Thema Stress, dass die Hochsensibilität auch dazugehört, fand ich erst Stück für Stück heraus.

 

Hochsensibilität ist noch nicht ausreichend erforscht, doch gibt es vielfältige Facetten. Ich dachte, dass das hauptsächlich für introvertierte, schüchterne Menschen gilt. Dass ich sehr sensibel und schüchtern bin (auch wenn Du das heute kaum bemerkst), passt ja schon mal. Ins Gespräch brachte die Hochsensibilität die US-amerikanische Psychologin Elaine N. Aron.

 

Da ich etlichen Klienten empfahl einen HSP-Test zu machen und mit meiner Vermutung zu bestimmt 95% richtig lag, wurde ich neugierig, was mich selbst anging. Bingo! Meine Sensibilität ist weit überdurchschnittlich ausgeprägt. Ich bin zu 100% hochsensibel. In diesem Test wird zudem noch nach Typen unterschieden.

 

Zu meinen Stärken zählt u. a., dass ich meine Umwelt und mich sich selbst sehr genau wahrnehme. Erst danach begann ich eine ausführliche Recherche. Wie ein Puzzle setze sich Manches zusammen und hilft mir bis heute Etliches besser zu verstehen. Eine weitere Komponente der Hochsensibilität, die noch dazukam, ist die  "Vielbegabung". Auch hierzu gibt's Tests im Internet

Vielbegabung? Das ist doch super - oder nicht?

Die Vielbegabung hat natürlich, wie alles andere auch, zwei Seiten. Trotz der Vielbegabung denken viele Hochsensible, dass sie nicht "richtig" seien. Ihnen fällt es schwer, sich auf eine Sache festzulegen. Es könnte ja noch etwas "Besseres" auf sie warten.

 

Vielbegabte werden auch als "Scanner" bezeichnet: Haben sie ein Themengebiet erfasst, wird gleich ein neues "gescannt". Mir geht's auch so, dass ich vor lauter Input gar nicht zur Ruhe komme. Das ist ja schließlich alles so unglaublich spannend!

 

Worauf es hinauslaufen kann: Eine Überforderung oder einen Burnout zu bekommen, ist gar nicht mal so klein.

Das Beste: Heute habe ich als Coach den Job, den ich liebe!

Hochsensible haben eine hohe Empathiefähigkeit. Sie können sich gut in die Lage anderer Personen hineinversetzen und ihre Gefühle verstehen oder nachvollziehen. Einhergehend steht ihre Empathie für die Begabung, neue soziale Rollen zu übernehmen und fremde Wertvorstellungen in die eigenen zu integrieren.

 

Deshalb sind Hochsensible oft in sozialen Berufen: z. B. als Mentorin, Sozialarbeiter:in, Berater:innen, Coach oder auch als Physiotherapeut*in oder Osteopath*in. Wichtig ist für sie, dass sie besonders auf Aus- und Ruhezeiten achten. Reize müssen verarbeitet werden und Du das Gefühl haben, dass Du in Deinen Pausen auftanken konntest.

 

Ich hatte nie den Ehrgeiz oder den Plan, Klienten wie am Fließband zu coachen. So manches Coaching hat's auch in sich. Deshalb brauche ich im Anschluss viel Zeit für mich, um alles gut zu verdauen. Aber es ist ein schönes Gefühl, zu tun, was ich liebe. Etwas "sinn- und wertvolles" tun zu können, erfüllt ganz anders, als irgendein Job, den ich ausübe, weil ich Geld verdienen muss.

Welcher Job wäre für Dich der Himmel auf Erden?

Stell Dir vor: Eine gute Fee möchte Dir Deine Wünsche in Bezug auf einen himmlischen Job erfüllen. Was fällt Dir dazu sofort ein? Oder gehörst Du zu denen, die leichter sagen können, was sie NICHT wollen? Auch okay. Gerade bei hochsensiblen Vielbegabten ist das manchmal die Herausforderung. Sie interessieren und begeistern sich für so Vieles, dass sie sich mit einer Entscheidung zeitweise schwertun. 

 

Wie auch immer Du Dich entscheidest, hör auf Dein Herz. Wenn Du Dein Leben leben willst, lass Erwartungen und Wünsche Deiner Eltern, Großeltern oder anderer Dir wichtiger Personen hinter Dir. Trau Dich, dass zu tun, wofür Dein Herz schlägt. Wenn Du spürst, dass Du für das, was Du machst, brennst und liebst, was Du tust, kannst Du leichter Deinen eigenen Weg in Bezug auf Deinen Beruf gehen.

 

Ich kenne dieses hin und her auch. Deshalb war mein beruflicher Werdegang in meinem Lebenslauf auch recht bunt. Doch seit fasst 13 Jahren arbeite ich als Coach und liebe, was ich tue. Ich könnte stundenlang über Themen sprechen, die ich in meiner Coaching-Praxis behandelt habe. 

 

Was Du daraus mitnehmen kannst: Ganz gleich, in welcher Phase Du gerade steckst, Du kannst den "richtigen" Job und das passende Arbeitsumfeld für Dich finden. Auch Du schaffst es, mit Deiner "Eigenart" gut zu leben und von Deinen grandiosen Fähigkeiten zu profitieren!

 

Lass mich raten: Du hast Dich wiedererkannt? Du bist neugierig geworden? Du willst Dich in Deinem Beruf endlich wohlfühlen und glücklich sein? Mit meinen Klienten arbeite ich genau daran!