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Bist Du ein Scanner? Dann tickst Du auch so?

Klar weiß ich, was ein "Scanner" ist. Hab ja schließlich auch einen zu Hause. Doch ganz lange habe ich nicht gewusst, dass man damit "Vielbegabte" meint. Noch genauer nennt man hochsensible Vielbegabte so.

 

Ich bin so gestrickt, dass ich gerne wissen will, was los ist, weil Erklärungen mich weiterbringen. Ich suche grundsätzlich nach Lösungen und will verstehen. So ticken Scanner, das ist typisch für sie. Was noch typisch ist lass ich Dich gerne wissen. Vielleicht liefert Dir mein Artikel ja erkenntnisreiche "Aha-Momente".

Mit dem Fuß auf der Bremse oder mit Vollgas durchs Leben

Manchmal sag ich auch hire and fire dazu. Denn Scanner können mit ihrer Begeisterung durch die Decke gehen. Allerdings endet ihre Begeisterung manchmal ebenso schnell, wie sie gekommen ist. Das ist bei mir z. B. nicht immer so. Aber ich verliere schnell das Interesse, meine Neugierde, wenn etwas zu langatmig, zu langweilig präsentiert, oder zu oberflächlich ist.

 

Wenn ich das Empfinden habe, dass etwas genau meinem Interesse entspricht, oder ich z. B. mit einer Weiterbildung noch ein sehr wichtiges Tool bekomme, dann hänge ich mich da voll rein. Da überlege ich nicht lange. Damit überrasche ich andere immer wieder. Ganz genauso, wenn ich ganz klare Aussagen treffen kann.

 

Meine Neugierde kennt kaum Grenzen, weil ich wirklich interessiert bin. Also positiv neugierig, heißt, dass ich schon wieder mit irgendwelchen Hintergründen beschäftigt bin, auf die wahrscheinlich niemand außer mir kommen würde. Ich kann sowohl in einem Thema komplett aufgehen, als auch breitgefächertes Interesse haben. Wenn das erfordert, dass ich viel Input aus Büchern zum Thema bekomme, habe ich auch schon mal 3 Bücher gleichzeitig angefangen. Ob sie alle wirklich bis zum Ende durchlese? Nun ja...

Scanner - hochsensibel, oder auch hochbegabt und so genial

Hab ich mich erstmal kopfüber in etwas hineingestürzt, bin ich erstmal weg. Zeit und Raum verschwinden, meine Energie scheint grenzenlos zu sein. Bis ich einen ganz bestimmten Satz im Kopf habe. "Irgendwie ist mir grad alles zu viel..."

 

Das passiert, wenn ich mich in etwas verliere und von außen noch Dinge dazukommen. Sei es Coachings, die thematisch ja auch sehr fordern können, das normale Leben und Privatleben, vielleicht noch eine Weiterbildung - das volle Programm halt. Und bitte gerne alles perfekt.

 

Das ist gar nicht so ungewöhnlich und für mich öfter, als mir lieb ist. Denn das verbraucht sehr viel Energie. Aber nicht nur Energie, sondern kann auch schnell in Stress ausarten. Oder ich fühl mich plötzlich überfordert, wenn etwas noch obendrauf kommt. Ich kann das mittlerweile meistens steuern, aber wenn nicht, krieg ich auch schon mal die Krise.

 

Das mein Können, mein breitgefächertes Wissen und meine unerschöpfliche Neugierde auch was Geniales haben, sagte mir neulich eine Kollegin. So hatte ich mich noch nie gesehen. Schließlich ist das ja völlig normal für mich. Erst im Zusammensein mit anderen wird mir bewusst, dass es einiges gibt, was "anders" an mir ist.

Und dann gibt's auch noch verschiedene Varianten

Als ich nach mehr Informationen suchte, entdeckte ich im Netzt einen Test, der gleichzeitig unterschiedliche Varianten von Scannern preisgab. Es gibt sogar 9 unterschiedliche Typen: 

 

Drei davon bilden die Gruppe der Zyklischen Scanner-Persönlichkeiten. Das sind der Doppelagent, die sibyllinische Scanner Persönlichkeit und der Tellerjongleur. Die größere Gruppe bilden die Sequenz-Scanner. Darin vertreten sind der Serienspezialist, der Serienmeister, der Universalist, der Wanderer, der Ausprobierer und der Turbowechsler (Quelle: Markgraf-Coaching)

 

Die Autorin und Coach Barbara Sher hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben. Von ihr stammt der Begriff "Scanner". 

 

Zyklische Scanner-Persönlichkeiten unterscheiden sich von Sequenzscannern vor allem dadurch, dass sie genau wissen was sie wollen und wiederkehrenden Interessen nachgehen. Sequentielle Scanner-Persönlichkeiten stoßen immer wieder auf neue Interessensgebiete.

 

Sequentielle Scanner-Persönlichkeiten blicken ausschließlich nach vorne und lassen ihre früheren Projekte links liegen. Für sie ist das Leben zu kurz, um irgendetwas zwei Mal zumachen. Sie sind immer auf der Suche nach der nächsten interessanten Beschäftigung und bei ihnen tritt schnell die sogenannte Scanner-Langeweile ein, wenn ihr Verstand nicht permanent herausgefordert wird und ihre Neugierde nicht gestillt wird. Wenn Du wissen willst, zu welchem Typ Du am ehesten gehörst, findest Du auf dieser Webseite (siehe Quellenangabe) auch einen Test.

Tanzt Du gerne auf allen Hochzeiten?

Wenn Du oft das Gefühl hast, Du könntest was verpassen, dann wirst Du schon aus diesem Grund gerne auf allen oder mehreren Hochzeiten tanzen. Du bist eben ein Tausendsassa und das kann z. B. in einem passenden Beruf genial sein. 

 

Ich mag so gerne kreativ arbeiten, etwas erstellen - wie z. B. eine Webseite oder ein Bild. Organisieren ist auch voll mein Ding. Auf Dinge kommen, an die jemand nicht so unbedingt denkt - ich liebe das Ungewöhnliche! Das heißt aber auch, dass ich anspruchsvoll bin. Ich schwimme schon mit der Masse, hebe mich trotzdem gerne aber auch heraus.

 

Auf allen Hochzeiten zu tanzen ist mit Vorsicht zu genießen, denn eine Überforderung kann auf dem Fuße folgen. Weil Du in vielen Dingen total aufgehst, verschwimmen Deine Grenzen oft. So manch einer landet im Burnout, weil er viel zu spät auf die Bremse getreten ist.

 

Du hast in mir also eine hochsensible, vielbegabte Persönlichkeit, die ihrer Leidenschaft, dem Coaching (und das seit fast 13 Jahren) nachgeht. Für jemanden, der sich mit dieser Thematik noch gar nicht auskennt, wohl aber die Auswirkungen spürt, ist das sehr hilfreich.

 

Und gerade in beruflicher Hinsicht ist es bedauerlich, wenn Du um Deine genialen Gaben nicht Bescheid weißt. Wenn Du schon eine Ahnung hast, teste Dich doch mal. Falls Du Hilfe in Anspruch nehmen möchtest, lass uns gerne mal (gratis) austauschen.