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Warum Resilienz nicht angeboren ist

"Nur die Harten kommen in den Garten..." heißt es so schön. Das ist zwar nur ein Spruch, doch da ist was dran.

Forscher haben folgende Meinung dazu: "Resilienz ist die Fähigkeit, seine psychische Gesundheit während Widrigkeiten aufrechtzuerhalten oder danach schnell wiederherzustellen" (GEO). Doch bekommen wir Widerstandsfähigkeit nicht gleich mit? Dieser Frage gehe ich doch einmal nach.

Gute Gene für Resilienz?  Einige Aspekte sind aber doch angeboren!

Der Neurowissenschaftler Raffael Kalisch, Mitbegründer des "Deutschen Resilienz-Zentrums" in Mainz, hat dafür 3 erbliche Faktoren ausfindig gemacht: Intelligenz, Optimismus und Extraversion.

 

Aber um mehr darüber herauszufinden, welche Gene bei der Entwicklung von Resilienz eine Rolle spielen und was im Gehirn vor sich geht, wenn das Leben anders verläuft als erhofft, sind Langzeitstudien erforderlich. (GEO) Im Beispiel vom Wechsel aus der Schulzeit in den Beruf, werden Probanden im Hinblick auf Resilienz mehrere Jahre begleitet. Denn man ist sich nicht sicher, ob gewisse Gene doch beeinflusst werden könnten. 

 

Ich selbst kann anhand meiner Lebensgeschichte nur feststellen, dass ich offenbar ausreichend mit Widerstandskraft gesegnet wurde und bin darüber  sehr froh. Trotz einiger Lebenskrisen habe ich mir meine Handlungskraft immer bewahren können.

Diese Eigenschaften sind die Richtigen um widerstandsfähig zu sein

Empathie - jemanden sehen und wertzuschätzen ist etwas, was auch auf Dich zurückkommt.

Optimismus - den Glauben daran, auch schwierige Phasen gut zu überstehen.

Lebensfreude - zehre von den schönen Momenten voller Lebensfreude.

Selbstbestimmung - Du bist der Gestalter Deines Lebens und bestimmst über Dich und Dein Handeln.

Selbstwahrnehmung - andere sehen und wertschätzen, das wirkt auch auf Dich zurück.

Selbstwirksamkeit - wie überzeugt bist Du von Dir, dass Du erreichen kannst, was Du Dir vorgenommen hast?

Coping - welche Bewältigungsstrategien kennst Du und hast sie bereits genutzt?

 

Seelisch robuster sein und dadurch auch noch so ausweglose Situationen erfolgreich zu überwinden, ist das, was Resilienz ausmacht. Dafür, dass Du daran glaubst, dass Du etwas aus eigener Kraft überwinden kannst. Weil Du daran glaubst, erwartest Du, dass Du schwierige Situationen schaffen kannst.

 

Einmal mehr aufzustehen, als Du durch ein "Schicksal" oder äußere Umstände umgeworfen wurdest, ist genau das, woran Deine Widerstandskraft wachsen kann. Auch wachsen wird.

Es stimmt: Nur die Harten kommen in den Garten!

Dieser Spruch bezieht sich ursprünglich auf die "winterharten" Pflanzen, die, weil sie robust sind, gut durch den Winter kommen. Deshalb bekommst Du bei bestimmten Pflanzen die Empfehlung, dass Du sie ruhig in den Garten pflanzen kannst, weil sie einen Winter problemlos überstehen.

 

Menschlich gesehen ist das aber auch so. Denn die Faktoren für Deine Widerstandskraft sind eben nicht angeboren. Du kannst bei Herausforderungen entscheiden: 

  1. Wo ist der Schuldige dafür?
  2. Wer ist verantwortlich?
  3. Was hat jemand getan, dass Dir so etwas passiert?

Oder Du übernimmst die Verantwortung. Du schwächst Dich, wenn Du Deine Verantwortung nicht annimmst. Stärker wirst Du nur, wenn Du die Verantwortung übernimmst und ins Handeln kommst. Daran wächst Du und wirst "stärker".

Auch wenn's noch so weh tut: Selbst tiefer Schmerz lähmt resiliente Menschen nicht

Ich werde nie vergessen, als eine in der Öffentlichkeit stehende Person (Petra Schürmann) durch ein schweres persönliches Schicksal die Sprache verlor: Ihre Tochter starb bei einem Autounfall.

 

Dieses schlimme Erlebnis hatte ihr buchstäblich die Sprache verschlagen (psycho-reaktive Sprechstörung). Der Schock saß so tief, dass sie sehr lange nicht sprechen konnte, aber auch später nie wieder ganz "die Alte" wurde. Sie zerbrach am Verlust ihrer Tochter.

 

Leider konnte sie sich nur an dem orientieren, was passiert ist und wer das verursachte. Die Schuld lag bei einem Geisterfahrer, der ihr ihre Tochter genommen hatte.

 

Hätte sie über mehr Widerstandskraft verfügt, wäre ihr bestimmt gelungen, mit ihrem Schicksal irgendwann Frieden zu schließen und diese schwere Krise auch zu überwinden. Nur wenige Jahre später schaffte sie es nicht, auch noch den Tod ihres Mannes zu packen. Im Grunde starb sie am gebrochenem Herzen.

Damit Dich nichts so schnell umwirft: Jeder hat diese Superkräfte

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind die "Zauberworte", die für Resilienz stehen. Es kommt auf Deine Bereitschaft an, Umstände anzunehmen, anstatt sie zu bekämpfen.

 

Du entscheidest, auf was Du dich konzentrierst, weil Du die Wahl hast. Nehmen wir einmal die Corona-Krise. Sie spaltet die Menschen. Während die einen nach Wegen da durch suchen, entwickeln sich andere plötzlich zu "Verschwörungstheoretikern". 

 

Du kannst ins Jammern und Wehklagen gehen oder Dich intensiv mit neuen Wegen und Lösungen beschäftigen. Probiere es aus, blicke zurück (was hat Dir in Krisen geholfen?) oder erkenne Chancen, die darin liegen. Immer wieder überraschen mich Menschen, die durch unsichere, herausfordernde und existenzbedrohende Krisen sogar zum absoluten Gewinner wurden.

 

Sie haben sich auf ihre "Superkräfte" und auf das, was sie können konzentriert und fokussiert. Sie konnten ihre Chancen erkennen und haben sie genutzt. Und so mancher hat sich um 180° gewandelt. In unserer Zeit ist es ratsam um mehr Widerstandskraft zu kümmern, denn sie ist stressiger geworden.

 

Deshalb kannst Du aus meinem Coachingangebot wählen, ob Du auch Deine Resilienz trainieren willst und

Deine aktuelle Situation gleich dafür nutzen.