Welche Blockaden verhindern, dass du deinen Traumpartner findest

Es ist nie der "Richtige"? Und das passiert auch immer nur dir? Und immer wieder? Worin das Geheimnis liegt und welche Voraussetzungen du dafür schaffen kannst, deinen Traummann zu finden, das ist das Thema dieses Artikels.

 

Wenn du feststellst, dass du schon wieder Pech in der Liebe hattest, wird es Zeit, mal hinter die Kulissen zu schauen. Denn ohne, dass es dir bewusst ist, tust, sagst, machst oder glaubst du etwas, was dazu beiträgt. Auch deine Vergangenheit, dein Elternhaus und so, wie du aufgewachsen bist, spielt natürlich eine große Rolle.

 

Unbewusste Muster und Verhaltensweisen tragen dazu bei, weshalb du z. B. das Gefühl hast, dass du nicht gut oder liebenswert genug bist. Ein negativer Kreislauf ist entstanden und wird, sofern sich nichts ändert, auch aufrecht erhalten. Deshalb: "Immer ich..."

 

Lass uns doch etwas genauer gucken, welche beispielhaften Blockaden es gibt. Bist du bereit?

Dein Denken über dich und die Welt kann dich hindern

Dein Denken und deine Gedanken erschaffen deine Welt. Wenn du z. B. denkst, dass andere besser und liebenswerter als du selbst sind, wirst du dich auch so fühlen und verhalten. Damit ziehst du deinen Traummann eher nicht an.

 

Du traust dir weniger zu, bist empfindsamer, schneller gekränkt und mancher empfindet es als schwierig im Umgang mit dir. Damit geht oft auch ein Kontrollverhalten einher. Damit du die Kontrolle behältst, bist du immer auf der Hut. Zu vertrauen, fällt dir schwer sowie loszulassen. Du legst dir mehr unbewusst ein manipulatives Verhalten zu.

 

Deine Gedanken gehen aus diesem Grund eher in die negative als in die positive Richtung. Und darin bist du ja geübt, kommt noch hinzu. Damit blockierst du dich und kannst  dich ins Abseits bringen.

Du gehst unbewusst ins Vermeiden, weil dir Nähe plötzlich Angst macht

Wenn du schon einige schmerzhafte Erlebnisse in der Vergangenheit erleben musstest, kann sich daraus eine Vermeidungshaltung entwickeln. Gar nicht unbedingt bewusst, sondern meistens unbewusst. Du bist bereit und willst dich wieder auf eine neue Beziehung einlassen, doch wenn es soweit ist, nimmst du reiß aus. Du hast Angst diese Nähe zuzulassen.

 

Nähe - Distanz, du kannst es nicht begreifen, weil du dir doch einen Partner gewünscht hast. Jetzt ist es soweit, der Mann deiner Träume stehst vor dir, doch die Schmetterlinge sind weg. Dein Weg ist jetzt nur noch der in die Flucht. Umgekehrt ist es aber auch manchmal so, dass du jemandem hinterher läufst, der dich gar nicht will.

 

Interessant ist an dieser Stelle, dass nicht gleich und gleich sich gern gesellt, sondern sich Menschen anziehen, die mit Nähe bzw. Distanz ein Thema haben. Langfristig ist das kein erfolgreiches Beziehungskonzept. Denn erst wenn du dieses Muster durchschauen und lösen kannst, schaffst du es, mit einem Partner glücklich zu werden. 

Ich bin nicht gut genug oder nicht liebenswert

Mit diesen negativen Überzeugungen laufen sehr viele (besonders Frauen) herum. Das steht schon vor der Auswahl dick und fett (teils bewusst, teils unbewusst) im Raum. Weil der eine oder andere nicht zu dir passt da du ihm deiner Überzeugung nach nicht das Wasser reichen kannst. Wie kann es sein, dass ausgerecht dieser Mann dich liebenswert findet? Wenn der wüsste...

 

Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb sich die meisten Frauen an ihrem Aussehen herumdoktern. Wenn sie sich nicht liebenswert finden, weil vielleicht der obere Schneidezahn etwas schief ist, die Ohren (deiner Meinung nach) zu weit abstehen, die Beine zu kurz und zu dick sind, kannst du ja nicht begehrenswert und liebenswert sein.

 

Besonders traurig finde ich, dass selbst bildhübsche Frauen zum Beautydoc gehen. Im Anschluss sehen sie manchmal völlig entstellt aus. Und dieser Optimierungswahn kann zur Sucht werden. Denn auch die bildhübschen Frauen haben negative Überzeugungen im Kopf. Wenn du hohe Ansprüche an dich selbst und an andere hast, dazu noch Perfektionistin bist, ist der Optimierungswunsch noch extremer. Denn bin ich erst perfekt, stimmt alles an mir, werde ich geliebt. Aber eben erst dann. 

Dämonen der Vergangenheit wirken auch noch in der Gegenwart

Erlebnisse, die tiefgreifend waren und dich geprägt haben, sind noch in deinem "System" und in den Körperzellen wirksam, wenn sie nie aufgearbeitet werden. Ich gebe mal ein Beispiel, weil meine Klientinnen oftmals erstaunt sind, wie die Zusammenhänge zusammenpassen.

 

Eine Klientin schrieb mich an, dass sie eine Prüfung vor sich habe, sie doch wilde Träume aufgeschreckt haben. In diesem Traum, war sie mit einer ehemaligen Freundin beschäftigt, mit der sie noch etwas "offen" hatte. Eine Sache zwischen den beiden wurde in ihrer Vergangenheit nicht geklärt.

 

Im Coaching deckten wir auf, dass das nicht erledigte Thema, plötzlich durch das Triggerwort "Prüfung" hochgeploppt war. Warum ausgerechnet dieses Wort als Trigger diente, schien nicht logisch. Warum etwas angetriggert wird ist nicht so wichtig, sondern dass es etwas in Gang setzt und emotional Stress macht.

 

Mit diesem Trigger waren Schuld und Scham verbunden, im Hinblick auf die damalige Freundin. Was die Prüfung anging, war ihr Bedürfnis nach Sicherheit verletzt. Sie erzählte mir, dass sie seinerzeit ihre Freundin im Stich und allein gelassen hatte. Erkennst du den Zusammenhang? Das noch einmal zu spüren machte sie fertig. Doch durch das Auflösen dieses Triggers konnten gleichzeitig die damit verbundenen Emotionen gehen.

 

Wenn sie dem nicht nachgegangen wäre, hätte es sein können, dass sie a) die Prüfung nicht geschafft hätte und b) eine Prüfungs-Blockade entstanden wäre. Ein kleines Beispiel, wie Erlebnisse und Dämonen der Vergangenheit auch noch oder wieder in der Gegenwart hinein wirksam sein können. 

Selbsterfüllende Prophezeiungen - du bekommst, was du erwartest

Du kennst das bestimmt: Da hast du so eine Vorahnung, dass etwas nicht klappen wird. Du weißt nicht wieso und weshalb, aber deine Erwartungen an eine Sache sind eher "unheilschwanger".

 

Oder, du rechnest damit, dass dir jemand eine Verabredung absagt. Du denkst an diese Person und daran, dass das ja schon hin und wieder passiert ist, dass dir kurzfristig abgesagt wurde. Deshalb richtest du dich innerlich schon darauf ein. Und, siehe da: Dein Handy rührt sich und dir wird abgesagt.

 

Deine Erwartungen haben sich erfüllt, dir wurde tatsächlich abgesagt. Dein Glaube kann Berge versetzen! Das ist doch eine tolle Nachricht! Nur dann nicht, wenn du etwas glaubst, was du im Grunde gar nicht wirklich willst. Du hast Angst und richtest dich lieber schon gleich darauf ein, dass etwas nicht klappt. Dann kannst du nicht enttäuscht werden.

 

Das Doofe daran ist nur, dass du das, was du annimmst und glaubst auch bekommst. Das auch, wenn es eine falsche Annahme ist. Ich gebe dir noch ein weiteres Beispiel: Den Placebo-Effekt.

 

Dir wird ein Medikament ausgehändigt, welches dir helfen soll. Allein dein Glaube daran, dass dem so ist, bewirkt, dass dir dieses Medikament auch wirklich hilft. Du beeinflusst die Wirkung nur durch deinen festen Glauben daran. Umgekehrt funktioniert es allerdings auch...

Was du tun kannst, damit du dich selbst nicht ausbremst

Wenn du mitgenommen hast, dass dein Glaube Berge versetzen kann, wende diese Erkenntnisse auch auf dein Leben an. Was ich damit meine:

 

1. Überprüfe gerne mal den einen oder anderen Gedanken, auf sein Wahrheitsgehalt.

2. Du hast die Wahl, ab hier und heute etwas Positives zu glauben.

3. Finde deine negativen Überzeugungen und tausche sie gegen neue und positive aus.

4. Wenn du beginnst, an das Gute für dich und dein Leben zu glauben - was verändert das?

5. Erkenne Muster aus deiner Vergangenheit, löse sie und integriere neue.

6. Lass tiefgreifende Erlebnisse bearbeiten und auflösen.

7. Konzentriere dich mehr auf deine Kraftquellen und bau sie auf.

 

Fällt dir selbst noch etwas ein? Umso besser. Mir haben zurückliegend etliche Bücher und Videos die ersten Impulse geben können. Noch mehr aber Therapien und Coachings auf den Weg geholfen sowie die eigene Persönlichkeitsentwicklung mich zu dem Menschen hat werden lassen, der ich heute bin. Du machst eine Therapie oder holst dir Coachings und bist danach fertig? Das nicht. Denn eine Entwicklung findet immer in Phasen statt. 

 

Du machst genauso viele Schritte auf einmal, wie du verkraften kannst. Manchmal sind es viele kleine, mitunter auch 7-Meilen-Schritte. Alles in deinem Tempo. Du wirst sehen, wie es ist, wenn du einige Schritte gegangen bist.