Wie ich das Loslassen gelernt habe - meine besten Tipps

Loslassen war und ist ein Thema, was mit meiner Lebensgeschichte zusammenhängt. Die emotionalen Hintergründe dafür, kommen sogar heute heute manchmal noch hoch.

 

Im Laufe der Jahre habe ich an eigenen, manchmal auch sehr schmerzhaften Erfahrungen sehr viel lernen können und dürfen. Diese Erfahrungen möchte ich anhand von 5 Tipps an dich gerne weitergeben.

"Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir für immer."

1. Tipp

 

Behalten zu wollen, was du liebst, ist allzu verständlich. Nur leider nicht immer machbar. Wenn du etwas oder jemanden schwer loslassen kannst, mach dir folgendes klar:

 

Wie würdest du dich selber fühlen, wenn dich jemand oder etwas festhält? 

 

Mir nimmt das auf Dauer die Luft zum Atmen. Und ich weiß, dass es vielen ganz genauso geht.

 

Was hilft dir dabei, dass, was du liebst, trotzdem loszulassen? 

 

Mein Tipp an dieser Stelle: Mach dir die Gefühle des anderen klar, denn niemand mag sich eingeengt fühlen.

Liebe ist mit Freiheit verbunden. Meine Erfahrung hat mir immer gezeigt, dass loszulassen mir selbst auch ein Stück Freiheit gegeben hat.

 

Und das Wichtigste: Ich habe erkannt, dass das Festhalten und Klammern immer das Gegenteil bewirkt hat. Niemand ist mein Retter. Niemand hat die Aufgabe, mir meine Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn jemand durch seine Art genau diese Bedürfnisse bei mir weckt, spiegelt er mir, was ich mir sehnlichst wünsche. Doch für die Wunscherfüllung kann nur ich selbst zuständig sein.

"Wer fliegen will, muss loslassen was ihn runterzieht."

Tipp 2

 

Damit du dich freier fühlst und glücklich bist, befrei' dich erstmal von deinem Ballast. Wie kannst du dich super fühlen und glücklich sein, wenn "Baustellen" in deinem Leben dich daran hindern?

 

Bestimmte Themen können dafür sorgen, dass sie sich schwer für dich anfühlen. Dazu kommt, wenn deine Erfahrungen sich auch noch wiederholen. Wenn du dich nie darum kümmerst, sondern verbissen wieder und wieder hoffst, dass sich die Umstände ändern mögen, bleibst du im Kreislauf des Unglücklichseins stecken.

 

So hab ich es gemacht: Je stärker mich etwas enttäuschte, je stärker der Schmerz darüber war, desto mehr interessierten mich die Hintergründe. Mit jedem Mal habe ich mehr verstanden, doch offenbar noch immer nicht genug. Da niemand mein "Coach oder Therapeut" ist, schon erst recht kein Freund/Partner/Freundin, denn das ist nicht ihre Aufgabe, habe ich irgendwann den Schritt in die Therapie gewagt.

 

Und genau das kann ich dir auch empfehlen. Was immer du für richtig hältst, such dir deinen eigenen Weg. Und zwar sehr sorgfältig, denn dieser Schritt soll dich ja maximal unterstützen.

 

Wer? Männlich oder weiblich?

Was? Coaching oder Therapie?

Wo? Vor Ort oder Online?

Wie? Fühlst du dich wohler, wenn du 1:1 oder in einer Gruppe lernst?

Welche Methode/Therapie soll es denn sein?

 

Wenn dir diese Auswahl schwerfällt, lass dich beraten. Geh ins Gespräch und höre dabei auf dein Bauchgefühl. Ich kann nur sagen, dass zunächst die Therapie, dann aber das Coaching (verschiedene Methoden und Formate) mich wirklich weitergebracht haben.

"Jemanden zu lieben heißt nicht, auf ihn zu warten. Wer wartet, erwartet."

Tipp 3

 

Solange du etwas erwartest, bist du in diesem Prozess gefangen - denn du wartest. Erwartungen kommen direkt beim anderen an. Manchmal subtil, manchmal fordernd. Egal wie, sie machen Druck. Und wer will schon Druck haben?

 

Jemand oder etwas soll dir geben, was du erwartest und dir wünscht. Doch auch dafür ist er oder die Umstände nicht da. Außerhalb von dir selbst kannst du zwar etwas erwarten, doch da du darauf keinen Einfluss hast, kannst du nur enttäuscht werden. Oder jedenfalls ist die Gefahr sehr groß.

 

Dir kann passieren, dass jemand diese Erwartungen weckt. Dann denkst du, dass du dich darauf verlassen kannst. Und trotzdem ist auch das nicht verlässlich. Warum? Weil das von jemand anderem abhängt. Wenn deine Erwartungen an jemanden zu hoch sind, legst du damit den Grundstein für Enttäuschungen. Und die können, je nach dem, verdammt weh tun.

 

Wenn du dich von Erwartungen anderer, aber auch von deinen eigenen, freimachen kannst, ist damit schon viel Leichtigkeit gewonnen. Du nimmst dir Druck und Anspannung und den Stress, der mit Erwartungen verbunden ist.

"Wer glücklich reisen will, reise mit leichtem Gepäck."

Tipp 4

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!? 

 

Um behalten zu wollen, werden manche zu Manipulatoren und Kontrolleuren. Da wird geprüft, ob jemand online ist, ein Blick auf die Nachrichten auf dem Handy des anderen, oder auch mal bei Freunden nachgefragt. Natürlich nur mit den besten Absichten. Deinen!

 

Kontrolle und Manipulation zeugt nicht gerade von Vertrauen - sowohl von Selbstvertrauen, als auch davon, dass die Basis einer jeden Beziehung nicht gegeben ist. Lass los, denn nichts im Leben lässt sich wirklich kontrollieren. Du weißt ja, nichts außer dir selbst.

 

Je mehr du für Leichtigkeit sorgst und Sicherheit in dir selbst findest, desto weniger brauchst du überhaupt irgendeine Kontrolle. Sind dein Selbstvertrauen und deine Selbstsicherheit stark genug, kannst du locker bleiben. 

 

Einziger Punkt, bei dem es noch schwierig sein könnte, wenn deine Verlustangst noch viel Raum einnimmt. Angst ist nie ein gute Ratgeber, aber diese "Baustelle" auszuräumen und aufzulösen macht nicht nur Sinn, sondern erleichtert dein Gepäck wieder um ein gutes Stück.

"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt."

Tipp 5

 

Ich war ein paar Jahre Mitglied einer buddhistischen Gemeinde. Ganz nebenbei lernte ich, anzunehmen, was kommt und zu akzeptieren, dass etwas so ist, wie es IST. Wenn du das nicht kannst, stemmst du dich ständig gegen die Realität. Wie sehr du daran verzweifeln kannst - davon kann ich ein Lied singen.

 

Wenn du es schaffst, anzunehmen, was kommt, desto leichter wird sich dein Leben anfühlen. Was könntest du also heute schon loslassen, um dir dein Leben zu erleichtern?

 

Vielleicht einen Job, der dich total aushöhlt und dich viel Lebensenergie kostet?

Oder deinen "Ex", weil er nicht umsonst dein Ex geworden ist? 

Aber auch deine ständigen Selbstzweifel, die dir sämtliche Stabilität im Leben nehmen?

 

Also, was könnte dir helfen, loszulassen, was dich unglücklich und dir dein Leben schwer macht? 

 

Wie würde sich dein Leben und du dich anfühlen, wenn es leichter wäre? Woran würdest du das merken? Wer als nächstes? Wer zuletzt? Welchen Einfluss würde das Loslassen hinterlassen und was verbessern?

 

Wenn du Lust hast mit einer Expertin zu diesem Thema zu sprechen, lass uns gerne mal austauschen.