Was du auf gar keinen Fall tun solltest, wenn du Angst hast loszulassen

Was du auf gar keinen Fall tun solltest, wenn du Angst hast loszulassen

LOSLASSEN - ein "Angstthema" für dich? Dann hilft dir vielleicht ja mein Blogartikel dich wachzurütteln, für das, was du auf gar keinen Fall tun solltest! Ich möchte dir Ideen geben, was du stattdessen tun kannst und dich viel freier und  wohler dabei fühlst. Los geht's ...

Susanne Körner, Ballindamm 39, 20095 Hamburg

Das bin ich. Wie alt ich auf diesem Bild bin, weiß ich gar nicht, doch da war meine Welt noch in Ordnung.

 

Im Alter von 2 Jahren verließ meine Mutter - über Nacht - meinen Vater, meine Schwester und mich. Alles, was damit zusammenhängt hat mein Unterbewusstsein komplett verdrängt. 

 

Doch was mein Leben seither geprägt hat, ist der Wunsch festhalten zu wollen. Verständlich, oder? Als Kind hatte ich ja noch den Rest meiner Familie. Doch als Jugendliche/junge Erwachsene tat ich mich mit dem Loslassen schwer. Ich hatte oft Angst, wieder jemanden zu verlieren. 

Akzeptanz, der erste und zugleich schwierigste Schritt

Manchmal hängt mit dem Loslassen mit so viel Emotionalem zusammen. Z. B. wenn dir ein Mensch sehr wichtig ist (oder geworden ist), du dich emotional sehr gebunden fühlst oder du/ihr euch schon lange und gut kennt.

 

Doch auch bei anderen Dingen ist es besser, sie ab einem bestimmten Punkt sein und loszulassen. Bestimmt kennst du das auch: Du möchtest etwas fertigmachen, doch plötzlich funktioniert der Drucker nicht, du kannst den Fehler nicht finden, möchtest jemanden anrufen, erreichst ihn aber nicht usw. Warum auch immer, in einem solchem Moment will einfach nix mehr klappen. Je mehr du dich bemühst, desto nerviger wirds. 

 

Wenn du es trotzdem weiter versuchst und nichts verändert sich an der Situation, desto gefrusteter wirst du. Schon mal passiert? Also mir auf jeden Fall. Dann hilft wirklich, so blöde es auch ist, die Akzeptanz und das Projekt zu verschieben. Und schon fühlst du dich trotzdem besser. Zu einem späteren Zeitpunkt läufts oft plötzlich wie von selbst...

Kontrollieren, klammern & Co.

Was du ebenfalls auf gar keinen Fall tun solltest: Klammern, manipulieren oder kontrollieren. Dein tiefes Bedürfnis (festhalten, behalten) zu wollen kommt beim anderen an. Die meisten fühlen sich damit überfordert und gehen lieber auf Abstand.

 

Ich konnte früher gar nicht ohne. Bis ich mal kapiert habe, dass dadurch genau das passierte, was ich eigentlich unter gar keinen Umständen wollte - nämlich verlieren! Das hat etwas gedauert und tat echt weh. 

 

Manipulieren, kontrollieren & Co sind keine Lösung. Denn wer lässt sich schon gerne manipulieren? Oder kontrollieren? Mal kurz auf's Handy schauen, um nur mal eine Variante zu nennen. Wenn du jemanden in die Flucht schlagen willst, dann garantiert damit.

Mach dich nicht klein und vergiss deine eigenen Bedürfnisse

Wie oft sagst du zu schnell JA, doch später fällt dir auf, dass es dir damit gar nicht gut geht? Wenn das Bedürfnis dahinter steht, dass du Sorge hast für ein NEIN abgelehnt zu werden - lass trotzdem los. Denn das JA ist ein zu hoher Preis, den du dafür zahlst.

 

Steh' zu deinen eigenen Bedürfnissen und zu dir. Mach dich nicht klein, denn du könntest ausgenutzt werden. Es gibt genügend Menschen, die deine Art für sich nutzen. Sie erinnern sich dann besonders gerne an dich. Wenn du dich und deine eigenen Bedürfnisse immer hinten anstellst, gewinnst du dadurch nichts. Im Gegenteil, irgendwann wird dir auffallen, dass du mit dir selbst nicht gerade gut umgehst. Diese Gefühle sind auch nicht gerade angenehm.

Jammern und Hadern hält dich in der Situation

Wie lange haderst du mit einer Situation und einem Geschehen? Hadern bedeutet, dass du nicht bereit bist, zu akzeptieren, was IST. Hadern heißt auch, dass du in der Situation und in dem, was passiert ist, stecken bleibst. Dadurch wird das Loslassen viel schwerer. 

 

Wenn du dich z. B. auf einen Job beworben hast, den jemand anderes bekommt, ist das zunächst sicher schade. Du machst etwas Größeres daraus, wenn du anfängst diese Tatsache nicht akzeptieren zu wollen (oder zu können). Manchmal ist das so richtig und gut, dass etwas nicht geklappt hat! Je länger du am Jammern und Hadern bist, desto länger klammerst du an etwas fest. Das macht dir viel mehr zu schaffen, als das abzuhaken und nach vorne zu schauen. Was hast du möglicherweise übersehen? Könntest du noch etwas verbessern, um deine Chancen zu erhöhen? Solche Gedanken sind produktiv und erhöhen womöglich deine Chancen auf etwas, was noch mehr und besser zu dir passt.

Lass los und verlass' die "Opfer"rolle

Achtung, wenn solche Sätze von dir kommen:

  • "Nie hab' ich Glück oder Erfolg!" 
  • "Immer bekommen andere das, was sie wollen!"
  • "Alle anderen haben ein leichteres Leben als ich!"
  • "Keiner hat mich richtig lieb!"

Was ist hier passiert? Du generalisierst/verallgemeinerst. Alle, nie, keiner, immer, kein/keiner sind typisch dafür. Immer auch gern genommen, um in der Opferrolle bleiben zu können: Jemanden zu interpretieren, wissen wollen, wie der andere tickt, was er wohl denkt, meint etc. Negative Überzeugungen halten dich in einem negativen Kreislauf und auch in der Opferrolle.

 

Wenn du dich unglücklich machen willst, bist du damit genau richtig. Niemand schaut in eine Glaskugel und kann wirklich wissen, was jemand denkt, fühlt oder was er meint. Wenn du Gedankenlesen betreibst, passiert eine Menge. Denn obgleich du nicht wissen kannst, ob etwas so ist, ziehst du dich zurück, bist verletzt, fühlst dich ungerecht behandelt usw. - Opferrolle eben. 

 

Lass solche Verhaltensweisen los! Du gewinnst dadurch nichts! Im Gegenteil, so zu denken und zu handeln macht dich unglücklich und andere ziehen sich von dir zurück. 

Fazit und was du besser machen kannst

Wenn du "behalten" möchtest, ganz locker und dem Anderen das Gefühl gibst, dass er kann wenn er will (du natürlich auch!), gewinnst du viel mehr. Das Fazit ist, je mehr du unbedingt behalten willst und klammerst, manipulierst und kontrollierst, desto mehr verlierst du. Du bleibst damit in der Opferrolle.

 

Zu lernen wie viel leichter sich das Leben anfühlen kann und wie viel mehr Spaß es macht, eine Wahl zu haben, ist meine Empfehlung an dieser Stelle. Doch erstmal schau hin, weshalb du so deine Schwierigkeiten mit dem Loslassen hast? Gibt es in deiner Vergangenheit Situationen, in denen du Verlustängste hattest? Womit hängen sie zusammen? Welche deiner Bedürfnisse wurden verletzt? Was sitzt dir sozusagen noch in den Knochen? Was ist deine größte Angst? Was kannst du heute dafür tun, dass du ein leichteres Leben leben kannst?