Warum Vorsätze für's neue Jahr funktionieren - deshalb bin ich ein Fan

Jedes Jahr geht's wieder um die "guten Vorsätze" für's neue Jahr. Es gibt einige, denen das gehörig auf den Keks geht. Sie reagieren meist auf diese Frage angenervt und demotiviert.

 

Das ist mir auch hin und wieder so gegangen. Doch ich habe meine Denkweise und Einstellung dazu geändert. Heute bin ich sogar ein Fan guter Vorsätze. Und ich erzähl' dir, warum. Vielleicht kann ich dich ja auch noch umstimmen, für den Fall, dass du zu den Angenervten und Demotivierten gehörst.

Jedes Jahr ein Neustart - wie geil ist das denn?

Ich find's super, dass ich Jahr für Jahr 12 Monate dafür nutzen kann, meine Vorhaben, Ziele, Wünsche oder Träume zu entwickeln. Und jedes Jahr um diese Zeit ziehe ich ein Resümee, was ich davon verwirklichen konnte. 

 

Danach stelle ich alles wieder auf Null und fange von Vorne an bzw., wenn etwas super gelaufen ist, setze ich das natürlich fort. Ich kann aber auch diesen Neustart dafür nutzen, wenn etwas nicht geklappt hat, zu gucken, woran es lag und es anders machen. Okay, dafür brauche ich selbstverständlich nicht bis Ende des Jahres warten. Und trotzdem bietet sich ein Jahreswechsel dafür an, Dinge auf den Prüfstand zu stellen.

 

Ein Neustart zwischendurch ist zwar jederzeit möglich, doch die positive Energie eines Anfangs ist besonders bei Beginn eines neuen Jahres spürbar.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...

... der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

 

Ich liebe diesen Spruch von Hermann Hesse, aus der Lyrik der "Stufen". Er beschreibt den Zustand, der mich erst zum Fan von guten Vorsätzen gemacht hat. 

 

Dieser Zauber, des Anfangs ... Denn das ist jedes Mal eine so schöne, positive Energie. Wenn ich dann dafür sorge, dass ich meine Vorsätze "richtig" angehe, ist die Gefahr gebannt, dass ich sie nicht über den Haufen werfe.

 

Um seine Vorätze anzugehen und erfolgreich umzusetzen, sind ein paar Dinge wichtig, damit sie wirklich gelingen. Aber die guten Gefühle und eine hohe Motivation, das auch zu tun, sind schon mal extrem wichtig und sollten vorhanden sein.

Kleine Stufen, kleine Schritte und einen richtig guten Plan

Diejenigen, bei denen die guten Vorsätze häufig recht schnell begraben werden, machen einige entscheidende Fehler bei der Umsetzung. Und das, obgleich sie das wissen könnten.

 

Nehmen wir an, du hast dir vorgenommen, deinen angefutterten Weihnachtsspeck wieder loszuwerden. Dann fängt's schon mal damit an, dass es sich sicherlich nicht nur um den Weihnachtsspeck handelt. Ansonsten wärst du zuversichtlich, dass mit Beginn des Alltags und den damit verbundenen Aufgaben, sich der Weihnachtsspeck auch wieder relativiert.

 

Also ist hier wichtig, dass du deinen Plan in kleinen Schritten angehst, damit du deine Motivation abzunehmen nicht verlierst. Also, nicht - rums: Am Ende der Woche gleich mal satte 10 Kilo weniger (Ich übertreibe extra mal.)

 

Sondern, dass du Tag für Tag deinen Plan einhältst, den du dir vorgenommen hast. Dann den erfolgreichen Tag nicht unter den Tisch kehrst, als wäre nichts gewesen. Feiere deine Erfolge! Freu' dich, dass der erste erfolgreiche Schritt gemacht ist. Und dann geh' den nächsten Tag an - usw. Am Ende der Woche steig auf die Waage und zünde eine Rakete für den Gesamterfolg der gesamten Woche!

 

Dazu gehören solche Dinge wie, ein Maßband, mit dem du deinen Hüftumfang usw. misst, damit du sehen kannst, dass außer Kilos auch noch der Speck schwindet. Erfolge sollten "messbar" sein. Du brauchst, um motiviert zu bleiben, etwas, was dich bei der Stange hält.

 

Das ist der Weg der kleinen Schritte. Wenn du den noch unterstützen willst, hol' dir Leute an die Seite, die deinen Weg auch gehen oder schon erfolgreich gegangen sind. Motiviere dich, feiere dich und schon ist ein Dranbleiben viel eher gegeben.

Achtung: Scheitern erlaubt!

Was ich mindestens ebenso wichtig finde: Erlaube dir von vornherein, dass du auch scheitern darfst!

 

Auf dem Weg zu deinem Ziel, Vorhaben, Wunsch oder Traum kannst du über etwas stolpern, womit du nicht gerecht hast. So ist das Leben. Deshalb schmeiß doch bitte deine guten Vorsätze nicht gänzlich über Bord! Erkenne deine Stolpersteine und rechne sie am besten mit ein. Dann erwischen sie dich nicht kalt und demotivieren dich unnötig.

 

Sei ehrlich mit dir, alles andere ist Quatsch. Denn nur weil 1000 Menschen sich etwas vornehmen, musst du das nicht auch machen. Wenn du ein neues Jahr ohne "gute Vorsätze" beginnen willst - okay. 

 

Ich finde gut, wenn ich meinem Leben und dem neuen Jahr einen Sinn gebe, eine Überschrift. Aber finde ich mal nichts, ist das allemal ehrlicher und besser, es dabei zu belassen.

 

Ich wünsche mir, dass ich dich ein bisschen mitreißen konnte. Mögest du deine guten Vorsätze erfolgreich umsetzen und - einen guten Rutsch in das neue Jahrzehnt!