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Überzeugungen und Blockaden: 3 Beispiele, wie du sie schneller entlarvst

Was ist einer deiner stärksten negativen Überzeugungen, die dir gleich in den Sinn kommen?

 

Jeder hat so seine, die mehr oder weniger stark sein Leben beeinflussen. Du kannst ihnen aber schnell auf die Schliche kommen und sie entlarven. Ich zeige dir hier mal 3 Beispiele zeigen, woran du sie erkennst.

1. Beispiel: "Ich kann nicht erreichen, was ich will ..."

Mal ehrlich, wie schnell gibst du auf, wenn du diese Überzeugung hast?

 

Auch wenn etwas immer gleich abzulaufen scheint, der diesen Glaubenssatz aktiviert, woher willst du das wissen? So geht's aber auch:

 

Geh' doch mal in dich und überlege, wann dir etwas gelungen ist, woran du nicht geglaubt hättest. Es gibt immer Situationen, die sich überraschend entwickeln. Aus denen kannst du auch eine Bestätigung ziehen.

Das hat mit deiner Bewertung und mit deinem Blickwinkel zu tun.

 

Mit deiner (alten) Überzeugung hast du die Erwartungshaltung, dass du deine Ziele eh nicht erreichst. Räumst du dir aber ein, dass dem sehr wohl sein kann, kannst du deine ganze Energie in die Erfüllung deines Ziels stecken. Und du weißt ja, Energie folgt deiner Aufmerksamkeit. 

2. Beispiel: Du willst ein Problem wirklich angehen - doch immer kommt wieder was dazwischen ...

Kennst du das, dass du dir schon ganz genau überlegt hast, wie du dein Problem angehst - willst es jetzt tatsächlich! Doch nein - schon wieder kommt etwas dazwischen, was dich davon abhält ...!

 

Dabei wolltest du jetzt aber wirklich!

 

Das sagt dir dein Verstand. Rational ist es sicher besser, dass du dein Problem angehst. Dein Umfeld bestätigt dir das möglicherweise auch öfter. Horch jetzt mal ganz genau in dich hinein ...

 

Wie erleichtert bist du gerade, dass es nun (leider) doch nicht klappt? Selbst wenn das ein ambivalentes Gefühl in dir hinterlässt. Es reicht schon, dass ich der Meinung bin, dass du dein Problem wohl noch brauchst. 

 

Wir alle sind zu ca. 2% rational und zu ca. 98% unbewusst unterwegs. Vielleicht gibt es in dir eine Blockade, die plötzlich aus dem Nichts auftaucht und dafür sorgt, dass deine Pläne durchkreuzt werden. Eine Angst, was wird, wenn du dein Problem nicht mehr hast. Denn jede Medaille hat zwei Seiten und das gilt auch dafür.

 

Irgendwann einmal war es gut, dass diese Blockade entstanden ist. Sie hat für dich etwas "sicher gestellt".

Seinerzeit ging es dir mit dem, was dich davon abgehalten, hat einen Schritt zu machen, viel besser. Doch überwindest du diese Blockade nicht, bleibst du in deiner Komfortzone. Sie hält dich klein, lässt dich nicht wachsen.

 

Fang an, an das zu glauben, was hinter der negativen Überzeugung steckt. Welche Möglichkeiten würden entstehen, wenn sowohl der hindernde Glaubenssatz kein Thema mehr wäre, als auch die Blockade?

3. Beispiel: Wenn du anfängst dich mit anderen zu vergleichen

Okay, du kennst einige Fälle, bei denen das, was du angehen willst, nicht geklappt hat. Ist das für dich Beweis genug? Dein Fokus ist auf's Vergleichen ausgerichtet. Du findest, was du gesucht hast bzw. hat jemand dir ein Negativbeispiel erzählt. Wenn du dich nur daran orientierst, bist du nicht offen für Veränderungen.

 

Wenn du dich nicht unglücklich machen willst, dann vergleiche dich niemals mit anderen! 

 

Das Schlimmste, was ich mir im Zuge dessen mal angetan habe, meine Frage/Problem im Internet zu recherchieren. Ganz oft gibt es z. B. auch Foren, in denen man sich da austauschen kann. Es wird immer Für und Wider zu etwas geben. Natürlich auch unterschiedliche Meinungen. Doch wer hat Recht? Ich war hinterher genauso schlau wie vorher. Außerdem machte mich dieses Hin und Her so kirre. Das ist Stress, der dich nicht weiterbringt.

 

Dann denke ich auch noch an Diejenigen, die ungebeten ihren "Senf" dazugeben. Auch das kann dich stark beeinflussen. Wenn dein Unterbewusstsein noch nicht offen für eine Veränderung ist, kannst du das daran merken, wenn du deshalb einen Rückzieher machst.

 

Solange dein Fokus auf den Ergebnissen anderer liegt, mit denen du dich vergleichst, bist du blockiert. Überzeugungen und Blockaden sind ein Team und gehören zusammen. Sie haben das Ziel dich am Tun zu hindern. 

 

Frage dich doch mal, was das Gute daran ist, dass du dein Problem noch behältst? Finde mindestens 3 Dinge.

 

Was ist jedoch negativ daran? Finde ebenfalls 3 Dinge, die sich nicht positiv auswirken, wenn du dein Problem behältst. 

 

Was müsstest du tun, lernen oder verändern, damit du negative Überzeugungen und Blockaden hinter dich lassen kannst? Finde zu jedem Punkt 3 Antworten.

Warum nur du wissen kannst, wann die richtige Zeit gekommen ist

Lass dich am besten überhaupt nicht von anderen beeinflussen. Mach DEIN Ding! Bleibe an deinen Gefühlen dran. Dein Kopf ziehe bei einer Entscheidung genauso mit ein, wie deinen Bauch. Denn nur nach deinen Bauchgefühl zu gehen, ist einseitig.

 

Vielleicht hilft dir ein Zettel, auf dem du Pro und Contra handschriftlich festhältst. Etwas schwarz auf weiß zu sehen - vorausgesetzt du bist absolut ehrlich mit dir - kann deinen Prozess entscheidend beschleunigen.

 

Sich Meinungen anzuhören oder sie zu lesen, ist gut, solange du weißt, was DU willst. Hast du alle Aspekte, dein Pro und Contra erkannt und notiert, fehlt es dir jetzt wahrscheinlich nur noch an einer Portion Mut.

Und JA: Du könntest auch scheitern. Doch deshalb erst gar nicht los zu gehen kann keine Alternative sein.

 

Solche Prozesse habe ich schon etliche Male im Coaching begleitet. Meistens mit einem guten Ergebnis. Doch vielleicht geht's für dich erstmal darum, deine hindernden Überzeugungen und Blockaden zu entlarven? Dann hoffe ich sehr, dass ich mit diesem Artikel ein bisschen dazu beitragen konnte.