· 

Allergien, Reizdarm und Co: Was hilft, wenn der Darm auf Stress reagiert

Darm mit Charme? Nur, wenn du deinen Stress im Griff hast!

Neulich war ich auf einem Vortrag zur Darmgesundheit. Wenn du dich jetzt fragst, was das mit meinem Coaching zu tun hat - erstmal nicht so viel. Wenn immer mehr Probleme mit Lactose haben, oder Gluten (Klebereiweiß) nicht mehr abkönnen, muss mehr dahinterstecken. Und ich selbst bin auch betroffen. Allerdings stehen die Psyche und das Wohlbefinden des Bauchs bzw. Darms eng im Zusammenhang.

 

Wenn du z. B. viel Blähungen hast oder total verstopft bist, ist das nicht nur für dich, sondern auch für deine Umwelt echt unangenehm. Mal ehrlich, wer redet schon gerne mit anderen darüber? Deshalb schreibe ich heute mal über dieses Thema, damit du zukünftig besser Bescheid weist.

5 Auswirkungen auf deinen Darm bei Stress - und was du dagegen tun kannst

1. Ist der Darm gesund, freut sich der Mensch - Physisch und psychisch

 

Dass das stimmt, kannst du daran erkennen, dass schon Babys mit Bauchschmerzen reagieren, wenn sie z. B. ein Bedürfnis haben und sich unwohl fühlen. Manchmal sind das auch erste Anzeichen, dass sie krank sind oder werden.

 

Wir Erwachsene scheinen das völlig vergessen oder verdrängt zu haben.

 

Bei der Vielfalt unseres Lebensmittelangebots, sehen die Augen mehr und der Verstand kann schon mal aussetzen. Man sagt ja nicht umsonst, dass die Augen mitessen. Die Werbung weiß das besonders gekonnt in Szene zu setzen.

 

Doch wenn die "Basis" und damit dein Darm im Ungleichgewicht ist, lassen Beschwerden, wie z. B. häufige Blähungen oder Verstopfung nicht lange auf sich warten. Die Frage ist allerdings, ob du daraufhin schon deine Essgewohnheiten unter die Lupe nehmen würdest. Geschweige denn, dass du das unter "Stress-Symptome" verbuchst. 

 

Klar ist auf jeden Fall, dass 6 Meter Darm jede Menge Möglichkeiten bieten, dass bei zu viel Stress deine Gesundheit darunter leiden kann.

 

 

2. Dein Darm hat eine Menge zu schlucken und zu verdauen - und damit meine ich nicht nur dein Essen 

 

Wenn dich jemand nach deinem Befinden fragt, gibt es sicher Tage, an denen du vielleicht mit "beschissen" antworten würdest. Gut möglich, ob du dann auch vermehrt Durchfall zu beklagen hast: 

 

Ø  Denn da gibt es ein Haufen Arbeit und dein Chef drängelt konstant. 

Ø  Du zerreißt dich zwischen deiner Arbeit und deinem Privatleben, um alles auf die Kette zu bekommen.

Ø  Nicht zu vergessen, der Streit mit deinem besten Kumpel, bei dem ihr in Unfrieden auseinander gegangen seid.

Ø  Aber auch die Einladung deines Bruders, zum T-Bone-Steakessen, um die Ecke, lag dir lange quer im Magen. 

Ø  Frühstück? Wird überbewertet - daher gibt's halt nen Kaffee und ein frisches, nach Zimt duftendes Franzbrötchen,

   to go. Nur schnell, ganz schnell muss es gehen.

 

  

Du kannst sehen, da hat sich einiges angesammelt. Neben dem Alltagsstress gibt's auch emotionalen Stress der

seine Wirkung hinterlässt.

 

Der Zeitraum: ein paar Tage.

 

Wie siehts bei dir aus, wenn du mal auf eine längere Phase zurückblickst?

 

 

3. Die Leber wächst mit ihren Aufgaben? Nicht nur Alkohol setzt deiner Leber zu

 

Gerade in stressigen Zeiten, wollen sich viele ablenken. Am Abend mal ein Gläschen - und du kannst sicher runterfahren, besser entspannen, abschalten und schlafen. Ist das wirklich so?

 

Stress wirkt nicht nur auf den Darm, sondern auch auf die Ausscheidungsorgane wie, Leber, Nieren oder Galle aus.

 

Dafür kennen wir so typische Sprüche, wie: 

  • "Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen."
  • "Da kommt mir echt die Galle hoch." oder "ich musste Gift und Galle spucken."
  • "Das ging mir sehr an die Nieren"  - um mal Beispiele zu nennen.

 Dein Darm ist schon im Ungleichgewicht, weil er mit dem, was er verdauen soll, sehr viel zu tun hat. Da gibt es "Signale" auf die du reagieren solltest - meistens tust du es nur nicht. Deshalb können Stress und seelische Belastungen eben ihre Spuren hinterlassen. Über länge Sicht sowieso.

 

Lange Zeit hat mir meine Hausärztin gesagt, dass ich recht hohe Leberwerte habe. Nur woher? Alkohol konnte es nicht sein. Stress - natürlich habe ich ihn phasenweise auch. Heute weiß ich, dass meine Leber erste Botschaften für mich hatte, dass da was nicht stimmte. 

 

4. Der Darm ist die Seele des Körpers - meinten schon die alten Griechen

 

Stress setzt im gesamten Organismus etwas in Gang. Das verheißt nichts Gutes. Bist du im Stress, ist der gesamte Körper in höchster Alarmbereitschaft. Und dabei ist es egal, dass du etwas liebend gern machst und es ja "positiver Stress" ist. 

 

Stress ist Stress - so oder so. 

 

Was bei Stress passiert: 

  • Herzschlag und Atmung werden schneller
  • der Blutdruck steigt
  • Stresshormone werden ausgeschüttet - Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol u. a.
  • Energie wird gebündelt (für den Kampf und Fluchtmodus)
  • Magendarmtätigkeit und die Produktion von Magensäure wird reduziert

Sind Stress und Anspannung vorbei, geht es nun um die Regenerationsphase. Diese Energie steht deinem Körper, wenn es negativer Stress war, nicht zur Verfügung. Auch Energiereserven zu sammeln - Fehlanzeige. Weil bei negativem Stress die Erholungsphase nicht, oder nicht umgesetzt werden kann.

 

Bleibt das auch weiterhin so, geraten wichtige Prozesse im Körper dauerhaft aus den Fugen (siehe auch das Buch Leaky Gut, Sigrid Nesterenko). Ein lesenswertes Buch, wenn du mehr über den Darm wissen willst.

 

 

5. Wie du Unverträglichkeiten und Allergien behandeln kannst

 

Das Zusammenspiel zwischen Stress und dem Darm sollte wieder ins Gleichgewicht kommen.

 

Wie du den Darm positiv beeinflussen kannst: 

 

Ø  achte darauf, dass du deinen Stress abbaust - z. B. entweder durch Bewegung oder Entspannung

Ø  verändere deinen Alltagsstress - damit der Darm wirklich regenerieren kann

Ø  achte auf positive Gedanken - negative Gedanken können sich negativ auf die Verdauung auswirken

Ø  achte darauf, WAS du zu dir nimmst - weniger Süßes, nicht zu viel Weizenmehlprodukte 

Ø  achte darauf, dass du dir Zeit zum Essen nimmst - verzichte auf "to go".

Ø  achte darauf, dass dein Speiseplan Abwechslung bietet - gerne Obst und viel Gemüse 

Ø  achte auf guten ausreichenden Schlaf - besser mehr als weniger (7 - 10 Std.)

Ø  achte auf mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder zuckerfreie Getränke am Tag

Ø  achte auf ausreichend Vitamine - z. B. B-Vitamine, Magnesium und Zink, weil sie dich bei Stress unterstützen

 

 

Und natürlich kann es enorm hilfreich sein, mithilfe eines Therapeuten, Heilpraktikers oder Coachs, gezielt deinen Stress abzubauen. Aber auch dein Darm sollte vorbeugend untersucht werden.

 

Es gibt weitere Angebote zum Lesen, wie z. B. das erwähnte Buch "Leaky Gut" oder "Darm mit Charme". Bücher, die sehr hilfreich sind und viel Aufschluss zum Thema geben. 

  

Alles in einem beinhaltet das Thema Darm jede Menge Stoff - Zündstoff, wenn du mich fragst. Denn wie bei den Stresssymptomen so ist es auch bei diesem Thema, dass viele zu viel wenig über die Zusammenhänge von Stress

und der Darmgesundheit wissen.

 

Doch du weißt jetzt ja immerhin schon ein ein bisschen mehr.