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Wie du Stress bei einem Vortrag vor Publikum vermeidest

Das hilft dir, Stress vor einem Vortrag zu reduzieren

Ich kenne keinen, für den es ohne jegliches Lampenfieber abgeht, wenn er/sie vor Publikum sprechen soll. Die größte Angst überhaupt, ist, sich vor versammelter Mannschaft zu blamieren. 

 

Dabei gibt es Vieles, was dazu beiträgt, dass du souverän und erfolgreich einen Vortrag, eine Rede oder eine Präsentation halten kannst, ohne dich vom Stress total aus der Bahn werfen zu lassen. 

WARUM EINE GUTE VORBEREITUNG DIE HALBE MIETE IST

Egal ob du nur eine kleine Rede im Familienkreis oder eine Präsentation vor 100 Menschen hältst: Die Angst, dass irgendetwas schief läuft, du den Faden verlierst oder Fehler machst, ist meist unabhängig von der Publikumgröße. Doch durch eine wirklich gute Vorbereitung behältst du den roten Faden und kannst deinen Stress erheblich reduzieren.

 

Was zu einer guten Vorbereitung gehört:

  • Mach dir Gedanken was du überhaupt sagen willst und bring sie zu Papier.
  • Eine gute Struktur, der rote Faden ist dafür unglaublich wichtig und hilfreich.
  • Meistens ist eine ausführliche Recherche zum Thema sehr nützlich.
  • Übe unbedingt vorab - entweder vor einer vertrauten Person oder vor dem Spiegel.
  • Halte den Probevortrag auch, um deinen Zeitrahmen  zu checken.

 

Überlege dir, in welcher Kleidung du dich wohlfühlst und wie angemessen sie für diesen Zweck ist

 

Meine konkreten Tipps an dieser Stelle:

  • Welche Farben tun dir gut?
  • In welchen Farben fühlst du dich am wohlsten? 
  • Zu welchem Anlass hattest du den Anzug/das Kleid schon einmal an? Wie hast du dich darin gefühlt?
  • Wenn es unbedingt auffällige Muster sein sollen: Ist das dem Anlass angemessen?
  • Unterstreicht deine Kleidung dich und deinen Typ?
  • Ist das Kleid/der Rock/die Bluse angenehm weit? Ist der Rock lang/kurz genug? Ist die Hose bequem und lässt genügend Bewegungsspielraum?
  • Falls du High-Heels tragen willst - wie gut ist dein "Stand" in diesen Schuhen?
  • Auch für eventuelle Accessoires gilt: Sind sie dem Anlass angemessen? Unterstreichen sie deine Persönlichkeit? Zeigen sie eine besondere Facette von dir? 
  • Achte darauf, dass du nicht "overdressed" bist - ggf. fragst du einfach nach, welche Kleidung gewünscht wird.
  • Manchmal ist es gut, Ersatzkleidung dabei zu haben: Ein Knopf geht plötzlich ab, du hast eine Laufmasche in deiner Strumpfhose, durch deine Aufregung hast du auf dein Hemd/Bluse gekleckert usw.

Kleider machen nicht nur Leute, sie unterstreichen deine Persönlichkeit. Je besser du darauf achtest, dass du dich rundum wohlfühlst, bevor du dich deinem Publikum zeigst, umso entspannter kannst du sein. Sie muss dir richtig gut gefallen, denn das strahlst du auch aus. Wenn du dir gefällst und dich wohlfühlst, lassen dich auch eventuelle Blicke deiner Zuhörer unbeeindruckt und du behältst deinen Fokus.

 

Lerne vorab die Umgebung/Räumlichkeiten kennen, in dem der Vortrag, die Rede etc. gehalten wird

  • Sei rechtzeitig vor Ort, lüfte ggf. noch mal durch und stimme dich positiv auf deine Rede ein. 
  • Angenehme Erinnerungen, Momente, in denen du etwas erfolgreich meistern konntest, unterstützen dich und geben dir Kraft.
  • Positive Gedanken und die Aufmunterung, dass du das schaffen kannst, tun dir ebenfalls gut.
  • Sei unbedingt sehr rechtzeitig vor Ort: Wenn du erst kurz vor knapp am Veranstaltungsort eintriffst, bist du weder in deiner Balance, noch in deiner Ruhe und Kraft.
  • Selbst wenn dir der Weg dorthin bekannt ist, tust dir selbst den größten Gefallen, wenn du dir viel Zeit nimmst und rechtzeitig vor Ort bist.
  • Was auch immer mal sein kann, dass etwas Unvorhergesehenes eintritt, wofür du dann trotzdem noch Zeit hättest. Vielleicht musst du dich sogar um deinen Plan B kümmern, der aus diesem Grund zum Tragen kommt.
  • Oder, du stellst fest, dass noch Dinge fehlen, die dir wichtig sind, die du noch brauchst.
  • Vielleicht erstellst oder sorgst du noch schnell einen wichtigen Wegweiser, damit du gefunden wirst.

In einer fremden Umgebung musst du dich erstmal orientieren. In deiner Aufregung, vielleicht auch Anspannung, reagierst du total anders als normal. Dein Körper reagiert bei Stress mit innerer Unruhe, Schweiß oder ggf. mit weichen Knien. Deshalb nimmst du dir selbst viel Stress, wenn du dich um die Räumlichkeiten und die Umgebung kümmerst, in der du auftreten/sprechen wirst.

 

Unbedingt: Erlaube dir, Fehler machen zu dürfen - no body ist perfekt!

  • Einer der größten Stressquellen ist, wenn du dich durch Perfektionismus unter Druck setzt.
  • Fehler passieren! Selbst ein absoluter Profi macht sie. Viele von ihnen machen sich sogar vor versammeltem Publikum darüber lustig. Sie stehen dazu und bauen sie in ihren Vortrag ein.
  • Erst, wenn du dir "erlaubst" Fehler machen zu dürfen, kannst du entspannter sein.
  • Mir hat immer geholfen, den "worst case" einmal auszumalen. Das Schlimmste, was passieren könnte, tritt in den allermeisten Fällen eh nicht ein.
  • Falls dir Fehler passieren - wie willst du damit umgehen? Überlege dir, was du tun kannst, damit sie dich nicht aus der Bahn werfen.
  • Fehler aufgreifen: Notiere dir Fehler gleich im Anschluss, damit du weißt, was du beim nächsten Mal anders und besser machen kannst. 
  • Fehler sind auch etwas Positives: Sie helfen dir, dich stets zu verbessern und an ihnen zu wachsen.

 

Je besser du weißt, was auf dich zukommt, umso weniger Stress. Das gibt dir ein gutes Stück Sicherheit und Souveränität. Falls du jemanden kennst, der sich damit auskennt, wie es ist Vorträge zu halten, frage ihn doch mal nach seinen Tipps. Vielleicht ist ja noch etwas Wichtiges für dich dabei.

DU VERWENDEST TECHNIK? MACH VORAB DEN TECHNIK-CHECK!

Wenn vorgesehen ist, dass du Technik gebrauchst: einen Beamer, eine Leinwand, einen Monitor oder andere moderne Techniken, teste alles VORHER!

 

Mir ist das mal passiert, als ich meinen Vortrag nicht mit der vorhandenen Technik geprüft habe. Das Ende vom Lied war, dass ich, unter Strom und total aufgeregt auch noch improvisieren musste. Damit dir das nicht passiert, probiere unbedingt alles im Vorwege aus:

  • Falls du mit der vorhandenen Technik nur schwer oder gar nicht zurecht kommst, überlege dir Alternativen.
  • Es gibt z. B. die Alternative, mit einer Wäscheleine zu arbeiten und die Folien Stück für Stück dann dran zu hängen. Geht natürlich nur in einem bestimmten Rahmen. Diese müssen natürlich aus der Entfernung noch gut sichtbar sein.
  • Falls du von den üblichen PowerPoint-Folien abweichen willst: Schau dir alternativ einmal "PREZI" an. PREZI ermöglicht eine offene, zoombare Leinwand. Du kannst dein Publikum auf eine faszinierende, informative Reise mitnehmen. Das macht nicht nur viel mehr Spaß, sondern bleibt auch besserer Erinnerung, die zum Handeln animiert.

Was auch immer du verwenden willst, eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Und um richtig Eindruck zu schinden, probiere ruhig Ungewöhnliches aus. Die Hauptsache allerdings, dass du damit auch wirklich umgehen kannst. Was dir sonst noch hilft:

  • Sorge für einen reibungslosen Ablauf, in dem du deinen Vortrag einmal durchgehst.
  • Falls du Folien zeigen willst, plane ca. 2 - 3 Minuten pro Folie ein.
  • Sollte dich die Technik trotz allem im Stich lassen - habe dafür einen Plan B in der Tasche.
  • oder bring einfach, wenn möglich, deine eigene Technik mit.

 

Technik hin oder her - wenn du deine Rede/Vortrag drauf hast, ist es, je nach Anlass, sicher viel schöner,

frei von der Leber weg zu erzählen. 

ERZÄHLE GESCHICHTEN, DIE DAS LEBEN SCHREIBT

Wie erreicht dich Werbung? Richtig, durch die Aktivierung deiner Gefühle. Selbst ein noch so staubtrockener Vortrag wird lebendiger, wenn du deine Zuhörer durch interessante Geschichten

(Beispiele) in deinen Bann ziehst. 

 

Wenn du es schaffst, Menschen emotional zu berühren, kannst du sie viel mehr mit deinem Vortrag fesseln. Und das wird auch viel eher behalten, erinnert. Erzähle Geschichten aus deinem Leben. Peppe deinen Vortrag mit Beispielen auf - entweder, die dir selbst passiert sind, oder, die du bei anderen erlebt hast:

  • Erzähle Beispiele und frage dein Publikum, ob sie das auch kennen. 
  • Beziehe deine Zuhörer mit ein, in dem du den Blickkontakt suchst.
  • Erzähle lebendig - spiele mit deiner Stimme, werde laut und leise.
  • Übrigens darfst du dich auch outen, dass du aufgeregt bist - das ist authentisch.
  • Halte unbedingt den Blickkontakt und wenn es mit einer freundlich schauenden Person ist.

 

Trau dich ruhig, alles auszuschöpfen, was dir einfällt. Damit lenkst du dich auch von deiner Angst ab. Gebe deine ganze Energie in deinen Vortrag und bleibe mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei dir selbst. Du kannst eh nicht wissen oder kontrollieren, was andere gerade (über dich) denken.

IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT

Um deinen Stress vor einer Rede im Zaum zu halten, können dir meine Tipps sicher ganz gut helfen. Doch, in der Ruhe liegt die Kraft. Bist du im Stress, ist die Konzentration und das Denken kaum möglich. Deshalb nimm dir Zeit, um vorher wirklich zur Ruhe zu kommen. Ziehe dich für einen Moment an einen ruhigen Ort zurück:

  • Einen Tipp, den ich dir sehr ans Herz legen kann: höre die Wingwave-Musik:
  • diese Musik bringt dich in die Entspannung und senkt messbar deinen Puls.
  • Schon nach fünf Minuten Hören hat eine deutliche Entspannung eingesetzt und die Messkurven der rechten und linken Gehirnhälfte haben sich synchronisiert.
  • Das wirkt sich auf dein Erregungssniveau deines Nervensystems aus. Du wirst ruhiger und dein Stress kann abfließen. 
  • Dein Wohlgefühl wird gesteigert und das öffnet den Weitwinkel für lösungsorientiertes und positives Wahrnehmen und Denken.

Eine Ablenkung auf etwas ganz anderes, bewusste positive Gedanken sind ebenso hilfreich:

  • Lenk dich ab, womit auch immer - tue dir Gutes und achte auf deine Balance.
  • Bring dich in positive Emotionen - freue dich darauf, Menschen an deinem Wissen teilhaben zu lassen.
  • Achte auf positive Gedanken, schöne Erinnerungen und denke an kraftvolle Momente zurück.

 

Was immer du jetzt noch brauchst, kümmere dich darum. Wenn du trotz richtig guter Vorbereitung noch unzufrieden bist, oder dir im Nachgang etwas auffällt:

  • Notiere dir, was noch verändert werden sollte,
  • was noch gefehlt hat oder,
  • was du noch verbessern kannst.

Das kannst du beim nächsten Mal umsetzen und mit jedem Mal immer besser werden. 

 

Merke: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, sie sind alle noch oben!"